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12. August 2026

Ein Hackathon von uns kam auf fast 50% Frauen

Wir haben nichts dafür getan

Ein Hackathon von uns kam auf fast 50% Frauen. Dasselbe Event, das wir immer machen, nur in einer anderen Stadt. Kein gezieltes Marketing. Keine Quote. Wir haben fast alle angenommen, die sich beworben haben. Es ist einfach so gekommen.

Für mich ist das ein Traum. Es ist auch das Problem. Denn ich glaube, es war Glück, und Glück wiederholt sich nicht.

Wo ich wirklich stehe

Ich war nie ein Fan von Quoten. Aber ich habe Leuten zugehört, die ich schätze, und die sagen: Quoten können die Brücke zu einem Punkt sein, an dem wir sie nicht mehr brauchen. Dass Vorbilder zählen. Dass Räume nur für Frauen zählen. Ich glaube, sie haben in mehr davon recht, als ich zuerst angenommen habe.

Hackathons nur für Frauen sind eine wirklich gute Sache. Für viele Frauen sind sie die erste Tür hinein. Ein Ort, um Selbstvertrauen aufzubauen, Leute zu finden, und oft das Sprungbrett in die offenen Events danach. Ich bin froh, dass es sie gibt.

Das ist nicht unsere Spur

sprintd ist keine Fraueninitiative. Wir machen Innovation Sprints, die für alle offen sind. Aber offen bedeutet nur etwas, wenn es fair ist, und fair baut man mit Absicht, nicht aus Versehen.

Was ich will, ist leicht gesagt und schwer gemacht. Kein erzwungenes 50/50, sondern dasselbe echte Interesse. Genauso viele Frauen, die sich bewerben und auftauchen, wie Männer. Und dass dieser Funke Mädchen erreicht, die noch entscheiden, worauf sie ehrgeizig sein dürfen.

Warum es über Fairness hinausgeht

Gemischte Teams, unterschiedliche Hintergründe und unterschiedliche Geschlechter, bringen originärere Arbeit und stärkere Ergebnisse. Bessere Teams. Bessere Lösungen für die Partner, die uns ihre Probleme bringen. Bessere Firmen, die nach dem Wochenende entstehen. Das ist der Raum, den wir bauen wollen.

Also bleibt die Frage bei mir hängen. Was bringt eine Frau dazu, zu kommen? Was macht es wert zu bleiben, wenn sie im Raum ist? Wir haben mit den langweiligen, praktischen Antworten angefangen: ein eigener Frauenbereich für die Übernachtung, Matchmaking vor dem Event statt Gedränge vor Ort, und ein Code of Conduct, der durchgesetzt und nicht nur aufgehängt wird.

Das ist ein Anfang, keine Antwort. Wenn du eine hast, höre ich sie wirklich gern. Unser nächster Sprint ist im Oktober in Zürich.

Von Alexandros Riggenbach · Co-Founder

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